Lavandula
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Verfasst am:
14 Aug 2010 12:18 |
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Borreliose wird viel zu häufig
unterschätzt (Foto: dpa)
Ärzte erkennen Borreliose allzu oft nicht oder unterschätzen die von Zecken übertragene Krankheit viel zu häufig. Darauf weisen Experten hin. "Es kann nicht sein, dass ein Patient von Arzt zu Arzt geht und die Diagnose nach zwei, drei Jahren immer noch nicht feststeht", beschreibt Wolfgang Zöller, der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, die derzeitige Lage, an der er unbedingt etwas ändern will.
Eine Krankheit mit vielen Symptomen
Allerdings ist es auch nicht ganz leicht, die Krankheit richtig zu erkennen. Die Borreliose lässt sich nicht nur an einem Symptom festmachen, sondern äußert sich in vielerlei Beschwerden an den unterschiedlichsten Organen. Dazu gehören unter anderem Gelenk- und Rückenschmerzen, Lähmungen, motorische Probleme und Depressionen. Letztere können sogar der Auslöser für einen Selbstmord sein.
Die Fehldiagnosen häufen sich
Ute Fischer, die Geschäftsführerin der Patientenorganisation "Borreliose und FSME Bund Deutschland" (BFBD) kritisiert die häufigen Fehldiagnosen. Außerdem hält sie es für einen unhaltbaren Zustand, dass sich aus Mangel an Fachleuten ein Ärztetourismus quer durch die Republik entwickelt hat. Ins gleiche Horn stößt Zöller: Er weist auf "deutliche Forschungsdefizite" hin und fordert "endlich ein gemeinsames Handeln von Ärzten, Wissenschaft und Krankenkassen".
Bundesweite Meldepflicht gefordert
Außerdem will der Patientenbeauftragte eine bundesweite Meldepflicht für Borreliose-Fälle einführen. Derzeit kann die Zahl der Erkrankungen nur geschätzt werden. Lediglich Berlin und die neuen Bundesländer haben eine solche Meldepflicht bereits eingeführt. Das Robert-Koch-Institut sammelt die Daten. Ihm wurden in den vergangenen Jahren jeweils rund 6000 Borreliose-Erkrankungen gemeldet.
Ringförmige Hautrötung als Indiz
Die Erreger der Borreliose, die Borrelien-Bakterien, gelangen über Zecken in den Körper. Ein deutlicher Hinweis auf eine Infektion ist eine ringförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle. Die Erkrankung lässt sich bei rechtzeitiger Behandlung mit Antibiotika in den Griff bekommen.
Quelle: T-online |
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